18. Januar 2007

Wirtschaftsdelegation bereist Indien

Wirtschaftsdelegation bereist Indien

Rhein-Kreis/Indien. „Die größte demokratische Marktwirtschaft der Welt entwickelt sich. Da müssen deutsche Unternehmen dabei sein.“ Dies ist die Zwischenbilanz von IHK-Präsident Wilhelm Werhahn zu einer neuntägigen Unternehmerreise der IHK Mittlerer Niederrhein nach Indien.
Vom 13. bis zum 22. Januar 2007 besucht eine 23-köpfige Wirtschaftsdelegation unter der Leitung Werhahns die indischen Wirtschaftsmetropolen Kalkutta, Bombay, Pune und Hyderabad. Ziel der vom Rhein-Kreis Neuss mitorganisierten Reise ist es, Chancen und Risiken eines Engagements auszuloten und neben neuen Kontakten auch Investitions- und Importmöglichkeiten kennen zu lernen.
In der Wachstumsmetropole Kalkutta - erstmals Startpunkt einer deutschen Unternehmerreise durch Indien überhaupt, wie der deutsche Generalkonsul Günter Wehrmann in einem Unternehmerbriefing betonte - informierten sich die Teilnehmer unter anderem an der Elite-Universität „Indian Institute of Social Welfare and Business Management“ über die viel gepriesene indische Ausbildungs- und Forschungskraft.
Mögliche Kooperationen wurden dabei durch den Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Dieter Patt, ins Spiel gebracht und von der Uni-Spitze erfreut aufgenommen. „Wir erweitern mit dieser Reise unser internationales Netzwerk ganz entscheidend um die Möglichkeiten, die Indien bietet. Neue Kontakte, an die unser Kreis und unsere Unternehmen zukünftig erfolgreich anknüpfen können“, betont Patt.
Dass der indische Subkontinent weit mehr ist, als nur ein Standort für Dienstleistungen oder IT-Outsourcing, zeigte indessen die Besichtigung führender indischer Unternehmen aus der Food- und Hardwarebranche. „In Indien ist es inzwischen möglich, qualitativ erstklassige und weltmarktfähige Produkte herzustellen“, so Werhahn, selbst mehrfacher Unternehmer in Indien, mit Blick auf den Exporterfolg der „Made in India“-Erzeugnisse.
Beeindruckt zeigten sich die Reiseteilnehmer bei dem Besuch einer der neuen Einkaufszentren in Bombay darüber, mit welchen Quantensprüngen sich Indiens Einzelhandel entwickelt. „Deutsche Unternehmer sollten daher auf keinen Fall verpassen, in den sich entwickelnden Markt einzusteigen“, so die Meinung unter den Delegationsmitgliedern.
Ebenfalls auf dem Programm der kommenden Tage: Gespräche mit deutschen und indischen Unternehmensvertretern, Besuche bei den deutschen Unternehmen DHL, Klaus Union und Meissner Zander sowie dem deutsch-indischen Joint-Venture Marshall Forbes Arca und anderen Firmen sowie Treffen mit den deutschen Generalkonsulen in Bombay und Hyderabad.

Redaktion: Neuss-Grevenbroicher Zeitung

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Exporterfolg von „Made in India“ »