Exporterfolg von „Made in India“
Eine 23-köpfige Wirtschaftsdelegation der IHK Mittlerer Niederrhein bereist jetzt die boomende Wirtschaftsnation Indien. Dort sollen Chancen und Risiken der Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen ausgelotet werden
Indien bietet Vorteile
Im Vergleich zu China bietet Indien nach Einschätzungen der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein viele Vorteile für Investoren aus dem Ausland: ein demokratisches System, durch die weite Verbreitung des Englischen keine Sprachbarrieren und ein Lohnniveau, das noch unter dem in China liegt. Derzeit gibt es in Indien rund 1600 Niederlassungen deutscher Unternehmen, etwa 600 davon sind deutsch-indische Joint-Ventures.
Rhein-Kreis Neuss/Indien. „Die größte demokratische Marktwirtschaft der Welt entwickelt sich. Da müssen deutsche Unternehmen dabei sein.“ Dies ist die Zwischenbilanz von IHK-Präsident Wilhelm Werhahn zu einer neuntägigen Unternehmerreise der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein nach Indien. Vom 13. bis zum nächsten Montag, 22. Januar, besucht eine 23-köpfige Wirtschaftsdelegation unter der Leitung Werhahns die indischen Wirtschaftsmetropolen Kalkutta, Bombay, Pune und Hyderabad.
Ziel der vom Rhein-Kreis Neuss mitorganisierten Reise ist es, Chancen und Risiken eines Engagements auszuloten und neben neuen Kontakten auch Investitions- und Importmöglichkeiten kenn zu lernen.
In der Wachstumsmetropole Kalkutta – erstmals Startpunkt einer deutschen Unternehmerreise durch Indien überhaupt, wie der deutsche Generalkonsul Günter Wehrmann in einem Unternehmerbriefing betonte – informierten sich die Teilnehmer unter anderem an der Elite-Universität „Indian Institute of Social Welfare an Business Management“ über die viele gepriesene indische Ausbildungs- und Forschungskraft.
Mögliche Kooperationen wurden dabei durch den Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Dieter Patt, ins Spiel gebracht und von der indischen Universitäts-Spitze in Kalkutta erfreut aufgenommen. „Wir erweitern mit dieser Reise unser internationales Netwerk ganz entscheidend um die Möglichkeiten, die Indien bietet. Neue Kontakte, an die unser Rhein-Kreis und unsere Unternehmen zukünftig erfolgreich anknüpfen können“, betont Landrat Patt als erstes Zwischen-Fazit dieser Reise.
Dass der indische Subkontinent weit mehr ist, als nur ein Standort für Dienstleistungen oder IT-Outsourcing, zeigt indessen die Besichtigung führender indischer Unternehmen aus der Food- und Hardwarenbranche. „In Indien ist es inzwischen, erstklassige und weltmarktfähige Produkte herzustellen“, so IHK-Präsident Wilhelm Werhahn, selbst mehrfacher Unternehmer in Indien, mit Blick auf den Exporterfolg der „Made in India“ – Erzeugnisse.
Beeindruckt zeigten sich die niederrheinischen Reiseteilnehmer bei dem Besuch einer der neuen Einkaufszentren in Bombay darüber, mit welchen Quantensprüngen sich Indiens Einzelhandel in den vergangnen Jahren entwickelt hat. „Deutsche Unternehmer sollten daher auf keinen Fall verpassen, in den sich entwickelnde Markt einzusteigen“, so die Meinung unter den Delegationsmitgliedern.
Ebenfalls auf dem Indien-Reise-Programm der kommenden Tage: Gespräche mit deutschen und indischen Unternehmensvertretern , Besuche bei den deutschen Unternehmen DHL, Klaus Union und Meissner Zandler sowie dem deutsch-indischen Joint-Venture Marshall Forbes Arca und anderen Unternehmen so wie Treffen mit den deutschen Generalkonsulen in Bombay und Hyderabad.
Redaktion: Neuss-Grevenbroicher Zeitung
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